Der Spark-Antrieb

Theorie und Anwendung

Herleitung:

Nach Einsteins Relativitätstheorie (E=mc²) wächst bei zunehmender Geschwindigkeit die Masse eines Objekts an, so dass eine unvorstellbar große Menge an Energie notwendig wäre, um dieses Objekt auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Daher wurde die Lichtgeschwindigkeit als höchstmögliche Geschwindigkeit für Materie festgelegt. Nimmt man nun an, daß dieser Punkt eine Asymptote ist (Unendlichkeitsstelle einer Kurve), dann wird der Energieverbrauch bei einer höheren Geschwindigkeit wieder sehr viel weniger, ebenso wie die Masse. Nimmt man sich nun den Tunnel-Effekt zur Hilfe, der bewirkt, daß man nicht über diesen hohen Punkt hinüber muss, sondern einfach direkt hindurch-"tunnelt", sind Geschwindigkeiten mit einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit möglich. Das Problem hierbei ist die technische Realisierung.

Der Spark-Antrieb beruht auf der Idee, mit einem Energie-Feld, das um das Schiff herum aufgebaut wird, diesen Tunnel-Effekt zu erreichen. In direkter Analogie zu einer Spule, durch die ein Elektronen-Strom fließt und so ein Magnetfeld um diese Spule erzeugt, wird bei dem Spark-Antrieb ein Strom hochenergetischen Plasmas durch eine sogenannte "Spark-Spule" geleitet, wodurch sich um diese Spule das Spark-Feld aufbaut.

Das Spark-Feld erzeugt einen Zustand, den man als "multiversal" bezeichnen könnte. Dieser Begriff ist von der "Multiversums-Theorie" abgeleitet, die besagt, daß es nicht nur ein Universum gibt, sondern unendlich viele, die ähnlich der Quanten-Realitäten direkt nebeneinander liegen, nur durch eine andere Dimension getrennt. Das Spark-Feld erzeugt also einen Zustand, der diese Dimensionen überbrückt, so daß man sich innerhalb dieses Feldes in mehreren Universen gleichzeitig befindet. Dieser Zustand ist für ein Schiff, das mit Spark-Geschwindigkeit fliegt, sehr gefährlich, da man leicht in einem falschen Universum seinen Flug beenden könnte.

Dieses Problem umgeht man mit Hilfe einer dualen Felderzeugung. Das Schiff wird mit zwei symmetrisch angeordneten Spark-Spulen ausgestattet. Die beiden Felder treffen in der Schiffsmitte längs zur Flugrichtung zusammen. Auf der Schiffs-Oberfläche befindet sich ein Emitter-Gitter, durch das ein sogenanntes "Coronalfeld" erzeugt wird, das das eigentliche Spark-Feld nach außen drückt, so dass zwei Spark-Feld-Halbschalen entstehen, die das Schiff samt Coronalfeld einschließen. Dadurch verbleibt das Schiff gänzlich in unserem Universum und kann nicht wegdriften. Das einzige, was die anderen Universen berührt, sind die Spark-Spulen. Bei herkömmlichen Überlicht-Antrieben konnte es zu erheblichen Belastungen der Befestigungseinrichtungen der Antriebs-Einheiten kommen, da diese schneller beschleunigten als der Rest des Schiffes. Bei dem Dual-Feld-System des Spark-Antriebs tritt dieser Effekt nur sehr schwach auf. Das liegt daran, daß die Spulen zwar mit dem Feld nach vorne beschleunigt werden, aber das Schiff mit dem Coronalfeld innerhalb des Spark-Felds gefangen ist und so von diesem mitgerissen wird. Demzufolge müssen die Halterungen der Spulen nicht unbedingt extrem verstärkt werden, damit sie nicht abreißen.

Die Spulen bestehen aus einer Plytan-Metalegierung, die zwar sehr schwer herzustellen ist, aber den extrem hohen Temperaturen und Energiemengen des Antriebs-Plasmas widerstehen kann, ohne nach kurzer Zeit durchzubrennen. Um zu vermeiden, daß die hohen Temperaturen des Plasmas die Schiffshaut wegbrennen, liegen die Spark-Spulen frei im Raum, so daß die Wärme ungehindert abgegeben werden kann. Diese Wärmeenergie fließt bedingt durch das Spark-Feld in andere, kältere Universen ab. Die Temperatur eines Universums hängt von seinem Alter ab. Je älter, desto kälter. Die Wärmeabgabe verlangsamt also den Alterungsprozeß des betroffenen Universums. Da ein Universum in Relation zu der abgegebenen Wärme sehr groß ist, fällt dieser Effekt nicht weiter ins Gewicht. Von einer "Umweltschädigung" dieses Universums kann also nicht gesprochen werden.